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Information über Süßwassergarnelen und anderen Wirbellosen: PDF Drucken E-Mail
Süßwassergarnelen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

 Sie sind aber zum Teil nicht unproblematisch zu pflegen.

Neueste Erkenntnisse und umfangreiche Versuche in unserem Hause im Rahmen
der Entwicklung unserer neuen V-MAXX Vitaminpräparate zeigen, dass Garnelen und andere Wirbellose (z.B. Schnecken), i m Gegensatz zu den meisten Aquarienfischen, sehr empfindlich auf verschiedene Veränderungen der Haltungsbedingungen reagieren, z.B.:

    * erhöhte Kupfergehalte durch Hauswasserleitungen aus Kupfer,
    * Bestandteile von Fischmedikamenten,
    * kupferhaltige Algenbekämpfungsmittel (Algizide),
    * Ammoniak und Nitrit,
    * zu hohe Konzentrationen verschiedener Düngestoffe,
    * Pflanzenschutzmittel (Insektensprays),
    * Lösungsmittel, Nikotin,
    * harte chemische Wasseraufbereitungsmittel (z.B. phosphathaltige Präparate zur Senkung von GH und KH).


Darüber hinaus gibt es verschiedene Krankheiten, für die Garnelen anfällig sind, insbesondere Pilzinfektionen ("Krebspest").
Tipps für Zoofachhändler:

    * Überprüfen Sie Ihr Leitungswasser auf Kupfer.
    * Verwenden Sie keine kupferhaltigen Algenbekämpfungsmittel in Garnelen-Aquarien.
    * Halten Sie sich an die empfohlene Dosierung von Aquariendüngern.
    * Verzichten Sie auf harte chemische Wasseraufbereitungsmittel.
    * Vermeiden Sie zu schnelle bzw. zu starke Änderungen der Haltungsbedingungen.
    * Neuzukäufe von Garnelen sollten mindestens 1 Woche in Quarantäne.
    * Verteilen Sie generell Neulieferungen von Wasserpflanzen nicht in Becken, in denen sich Garnelen befinden. Setzen Sie neugelieferte Wasserpflanzen zunächst nur in Verkaufsanlagen ohne Garnelen.

Tipps für Garnelenfreunde:

    * Bei Neueinrichtung eines Aquariums zuerst die Pflanzen einsetzen. Wichtig: Kultursubstrat (Schaumstoff, Steinwolle) möglichst vollständig entfernen. Aquarium „einfahren" bis sich eine stabile Bakterienfauna ausgebildet hat. Wir empfehlen während der Einfahrphase Teilwasserwechsel 25 % am 4., 7. und 15. Tag und den Einsatz von FB7 Klarwasser-Filterbakterien. Garnelen frühestens nach 3 Wochen einsetzen bzw. wenn der Nitritgehalt unter 0,2 mg/l gefallen ist.
    * Bei bereits eingefahrenen Aquarien mit Garnelen: Neu gekaufte Wasserpflanzen – sofern sie nicht schon einige Tage in der Pflanzenverkaufsanlage gehältert wurden - nicht direkt ins Aquarium einsetzen, sondern Kultursubstrat entfernen, Pflanzen abspülen und 1-2 Tage in einem Behälter mit temperiertem Leitungswasser oder Aquariumwasser an einem hellen Ort hältern. Dann erst einsetzen.
    * Garnelen nicht in Aquarien einsetzen, in denen während der letzten 3 Monate kupferhaltige Algenbekämpfungsmittel oder kupferhaltige Fischmedikamente eingesetzt wurden.
    * In Zimmern mit Garnelen-Aquarien keine Insektensprays oder lösungsmittelhaltige Produkte (z.B. Farbe) anwenden.
    * Vorsicht bei zu viel Zigarettenrauch im Zimmer, vor allem wenn Garnelen-Aquarien mit einer Membranpumpe belüftet werden: Nikotin kann sich im Wasser lösen und für Garnelen giftige Konzentrationen erreichen.

Der Text und Bild stammt aus einem Schreiben der Firma Dennerle!