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Wir haben 9 Gäste online| Purpurprachtbarsch, Königscichlide |
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von Dieter Untergasser Der Purpurprachtbarsch oder Königscichlide wird schon seit vielen Jahrzehnten erfolgreich in Aquarien gepflegt und gezüchtet. Älteren Aquarianern ist er noch unter dem Namen Kribensis" bekannt. Der Fisch stammt aus dem südlichen Nigeria in Afrika. Er wurde vor dem ersten Weltkrieg nach Deutschland gebracht und erfreute sich schon bald der Beliebtheit vieler Aquarianer. ![]() Ein Purpurprachtbarsch MännchenPurpurprachtbarsche werden etwa 10 cm groß, die Weibchen bleiben etwas kleiner. Die Geschlechter lassen sich gut unterscheiden, da die Männchen spitzere After- und Rückenflossen haben, zudem sind die Weibchen intensiver gefärbt. Da sich P. pulcher überwiegend am Boden aufhält, kann man ihn gut mit friedlichen Arten der mittleren und oberen Wasserregionen vergesellschaften. Die Paare bilden um ihre Bruthöhle herum ein Revier. Dieses wird verteidigt, aber sie wenden sich sofort ab, wenn der Eindringling den Bereich verläßt. Der Königscichlide fühlt sich in einem nicht zu hellen Aquarium mit mittelhartem Wasser von 8 bis 20 0dGH, einem pH-Wert von 6,5 - 7,5 und einer Temperatur zwischen 24 und 27 °C wohl. Filterung über Torf ist förderlich aber nicht unbedingt erforderlich. Das Aquarium sollte mindestens 100 Liter Inhalt haben. Die Einrichtung besteht aus feinem Kies, Steinen, Wurzeln und Höhlen. Eine dichte Bepflanzung in Gruppen mit freiem Schwimmraum dazwischen sollte mit den anderen Dekorationsmitteln so angeordnet sein, daß sie der Revierbildung entgegenkommt. Pro Woche wechselt man etwa 15 % des Wassers. Füttern kann man mit Flockenfutter, Granulaten und FD-Futter. ![]() Während der Balz färben sich die Weibchen an der Bauch Region intensiv rot bis purpur. Selbst in der Brutzeit sind die Fische nicht sonderlich aggressiv gegenüber anderen Beckeninsassen. Eine Laichhöhle ist für die Zucht notwendig. Man kann diese aus Steinen mit einer Decke aus Schiefer bauen. Ideal sind ausgehöhlte Kokosnußschalen. Ein Purpurprachtbarsch WeibchenDie Öffnung sollte nicht viel größer als der Fisch sein, damit das Paar gerade hineinschlüpfen kann. Man bohrt dem Ein-schlupf gegenüber ein paar kleine Löcher; damit eine Wasserzirkulation möglich ist. Dann füllt man die Schale halb mit Kies und drückt sie in den Boden, bis die Öffnung noch halb zu sehen ist. Das balzende Paar trägt den Kies ab, bis der Höhleneingang frei liegt. Bald darauf wird man beobachten können, wie das Paar in der Höhle verschwindet und ablaicht. Das Weibchen bewacht das Gelege, während das Männchen die Verteidigung der Reviergrenzen übernimmt. Danach führen beide Eltern den Schwarm; die Jungfische bleiben bei den Eltern, bis diese wieder mit der Balz beginnen. Die Brut füttert man in den ersten Tagen mit mikropan und Artemianauplien, dann mit mikrogran, sera san und Pastetenfutter. Der für Anfänger gut geeignete Fisch hat eine Lebenserwartung von etwa 4 Jahren, die dem Aquarianer viele spannende Momente interessanter Beobachtungen bescheren. Texte und Bilder stammen z.T. von sera. |




